Nachhaltigkeit in der Lehre
Nationale Auszeichnung - Bildung für nachhaltige Entwicklung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission haben die h_da 2014 erstmals und 2017, 2019, 2021 und 2024 erneut als Vorbild für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Als ausgezeichnete Initiative im UNESCO-Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)“ würdigte die unabhängige Jury damit die konsequente Ausrichtung an der h_da auf die Nachhaltige Entwicklung – nicht nur in der Lehre und Forschung, sondern auch bei der Bewirtschaftung der Gebäude und in der Vernetzung mit Partnern in der Region.

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Lehre an der h_da?
Nachhaltigkeit in der Lehre an der h_da bedeutet, dass die h_da auch in Studium und Lehre ihren gesetzlichen Auftrag aus dem Hessischen Hochschulgesetz, die Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern, erfüllt. Grundlage sind dabei unter anderem die Brundtland-Definition, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie das Konzept der planetaren Grenzen.
Ziel ist es, Studierende zu befähigen, die gesellschaftliche Transformation hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung aktiv mitzugestalten. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Bildungskonzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE, das Wissen, Werte und Kompetenzen für verantwortungsvolles Handeln innerhalb ökologischer und sozialer Grenzen vermittelt.
In diesem Sinne schafft die h_da Lehrräume durch praxisnahe, inter- und transdisziplinäre Lehrformate, die Studierende dazu befähigen, verantwortungsbewusste Gestalterinnen und Gestalter des Wandels zu werden.
Was ist "Bildung für nachhaltige Entwicklung"?
„Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist ein Bildungskonzept, das Menschen dazu befähigen soll, zukunftsfähig zu denken und zu handeln. Neben der Vermittlung von Wissen steht dabei die Entwicklung von Kompetenzen im Mittelpunkt, die Studierende befähigen komplexe ökologische, soziale und ökonomische Zusammenhänge zu verstehen, kritisch zu reflektieren und aktiv an nachhaltigen Lösungen mitzuwirken.
BNE bedeutet global zu denken und lokal zu handeln – stets mit Blick auf die Auswirkungen des eigenen Handels auf Umwelt und Mitmenschen, heute und in Zukunft. Zentrale Aspekte sind dabei das Handeln innerhalb der planetaren Grenzen, die Förderung von Handlungskompetenzen sowie die Fähigkeit gemeinsam innovative und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. So befähigt BNE Menschen dazu, als „Change Agents“ zu wirken und den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Warum ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen wichtig?
Hochschulen bilden zukünftige Führungskräfte und Expert*innen aus, die als Multiplikator*innen in die Gesellschaft wirken. Eine querschnittliche Verankerung von BNE in Studium und Lehre hat das Potenzial, ein wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Wandel zu sein. Gleichermaßen liefert Forschung an Hochschulen die Grundlagen für nachhaltige Lösungen in den Ingenieur-, Natur-, Gesellschaftswissenschaften und Gestaltungsfächern. Im Sinne des Whole Institution Approaches können Hochschulen bspw. bei Beschaffungen, im Betrieb und auch im Personalwesen selbst Nachhaltige Entwicklung leben. Schließlich spielen Hochschulen eine bedeutende Rolle vor Ort, indem sie über ihr Engagement in der Region auf die kommunale und regionale Ebene hineinwirken.
Was ist kompetenzorientierte Lehre?
Kompetenzorientierte Lehre zielt nicht allein auf die Vermittlung von Wissen ab, sondern darauf, Studierende zu befähigen, ihr Wissen in komplexen Situationen anzuwenden, kritisch zu reflektieren und verantwortungsvoll zu handeln. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Kompetenzen, die sowohl für Studium und Beruf als auch für gesellschaftliche Verantwortung gleichermaßen wichtig sind.
Um diese Kompetenzen gezielt zu fördern, kommen vielfältige Lehr- und Lernmethoden zum Einsatz. Dazu gehören problem- und projektbasiertes Lernen, Service-Learning, Simulationen oder forschendes Lernen. Interaktive Formate wie Gruppenarbeiten, Diskussionen und Peer-Feedback schaffen zudem Räume zur Reflexion und Zusammenarbeit. Auf diese Weise werden Studierende aktiv in den Lernprozess integriert und befähigt, ihr Wissen praxisnah, kritisch und verantwortungsvoll anzuwenden.
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Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung

